Walbecker Savoy – Im Haus Deckers verbindet sich beeindruckend niederrheinische Tradition mit gediegener Modernität – Rheinische Post, aus dem Gelderland – Herr Speer vom 12.04.2006
Schon Winston Churchill hat sich im Haus Deckers wohl gefühlt, das er deshalb zum „Savoy des Niederrheins“ umtaufte. Heute würde er staunen, wie einladend sich die erste gastliche Adresse am Ort nach der großzügigen Erweiterung darstellt. Ab heute hat das ehemalige „Savoy“ zudem einen neuen Namen: Es heißt nun „Posthotel Haus Deckers“, benannt nach der Poststation, die sich bis 1950 in diesem Haus befand. Der Ausbau des Hotels wird etwa Anfang Mai abgeschlossen sein.
Die Familie Deckers möchte der Öffentlichkeit dann gern die Ergebnisse des umfangreichen An- und Umbaus bei einem „Tag der offenen Tür“ vorstellen. Allerdings erst nach dem Ende der Spargelsaison, in der die Familienmitglieder alle Hände voll zu tun haben. Schließlich ist Deckers das erste Haus in Walbeck, das Spargel servierte – bis 1934 reicht diese Tradition zurück. Der gute Name verpflichtet: In der Spargelsaison kommen die Gäste von weit her, um sich im Haus Deckers mit erstklassigem Walbecker Spargel von den Spargelhöfen Allofs und Leuker, zubereitet nach raffinierten Gerichten, verwöhnen zu lassen. Auch zahlreiche Prominente ließen sich in dem seit 1863 bestehenden Haus von der Familie Deckers verwöhnen. Im Gästebuch verewigt haben sich unter anderem Paul Kuhn, Graham Bonney, die Gruppe Smokie sowie Armin Dahl, der erste deutsche Stuntman.
In diesem Jahr wird das königliche Gemüse im Haus Deckers ganz besonders gut schmecken – schließlich ist die Tochter des Hauses, Nicola Deckers, die Walbecker Spargelprinzessin 2006. Freitags im Mai und Juni wird sie im elterlichen Restaurant anwesend sein und die Gäste am reichhaltigen Spargelbuffet begrüßen. Bei dieser Gelegenheit können die Gäste auch das köstliche Lieblingsgericht von Prinzessin Nicola I. probieren: Überbackener Spargel in Blattspinat. Samstags wird den Gästen ein Klavierabend mit der Pianistin Helen Thissen geboten.
Was neben dem Stammhaus Deckers unter der Leitung des Walbecker Architekturbüros Arts und Waerder durch Handwerksbetriebe aus der Region entstanden ist, kann sich schon jetzt sehen lassen. Nach der Fertigstellung werden im Posthotel Haus Deckers elf neue Gästezimmer zur Verfügung stehen.
Klingende Namen – Von sieben der elf neuen Zimmer aus blicken die Gäste auf historische Walbecker Gebäude. Dadurch bekamen sie ihre Namen.
Ordentlich ausgetreten ist die Schwelle aus Blaustein an der Einganstür des seit 1990 denkmalgeschützten Hauses Deckers. Kein Wunder, schließlich betreten die Gäste die Restauration seit 1863 durch diesen Eingang. Das wird sich auch nicht ändern. Aber zusätzlich ist nun in der Luciastraße ein Eingang für das Hotel entstanden, und zwar im gläsernen Übergang zwischen dem alten und dem neuen Gebäudeteil. Hinter dem Haus, das sich mit seiner Mauerung im Kreuzverband und Bedachung mit Rheinland-Ziegeln harmonisch in die bestehende Bebauung einfügt, gibt´s einen großzügigen Parkplatz für die Gäste. Zwischen den Gebäuden ist ein Rosenhof entstanden, in dem die Hotelgäste im Sommer gemütlich sitzen können.
In der neuen Fassade wurden aufgrund der Ideen von Bernd und Norbert Deckers einige Stilelemente des Stammhauses übernommen oder zitiert. Wie etwa die Giebelornamente oder die runden Maueröffnungen, in denen Brutkästen installiert sind. Seniorchef Bernd Deckers ist als Mitglied des Brieftaubenvereins „Grenzflieger“ stolz darüber, dass in der alten Fassade schon Falken und Schleiereulen gebrütet haben. Sieben der neu entstandenen Gästezimmer tragen Namen je nach ihrer Aussicht auf historische Walbecker Gebäude: Vom St. Nikolaus-Zimmer blickt man auf den Eingang der Kirche.
Dazu bietet das Haus Deckers als Geschenkidee für Brautpaare eine Übernachtung im St. Nikolaus-Zimmer an. Von den anderen Zimmern aus hat man freie Sicht auf die Lucia-Kapelle, das Weiße Haus, das Pastorat, den Kaplanshof, die Steprather Mühle und die Kokermühle. Die Kegelbahnen tragen ebenfalls klingende Namen: Kokerbahn und Stepratherbahn.
Auf die Idee mit den Namen kam Norbert Deckers, der das Hotel nun in fünfter Generation führt. Der Juniorchef hat seinen Job von der Pike auf gelernt: Nach fünfjähriger Lehrzeit als Koch und Hotelfachmann in namhaften Vier-Sterne-Häusern in Nettetal und Köln hat er zwei Jahre lang die Hotelfachschule in Heidelberg besucht. Den elterlichen Betrieb führt Norbert Deckers nun als staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt. Seine Mutter Margret Deckers kümmert sich gemeinsam mit der Jungköchin Miriam Janssen um die gastronomische Verwöhnung der Gäste.
Die Gäste werden nicht nur in der historischen Gaststube mit der originellen gebogenen Holzdecke, im Kronensaal und im neuen Caeciliensaal bedient, sondern auch, sobald das Frühlingswetter seinen Namen verdient, im Marktcafé sowie auf der lauschigen Gartenterrasse. Auch Radausflügler steuern gern das Posthotel Haus Deckers an. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) hat das fahrradfreundliche Haus mit einer „Bed & Bike“-Plakette ausgezeichnet.